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Ob Ost ob West – nieder mit der Nazi Pest

5 Aug

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Ob Ost ob West – nieder mit der Nazi Pest

Eine links und eine rechts, nieder mit der Nazipest!

Ein Ast, ein Strik, ein Nazigenick

Nazis verpisst euch, keiner vermisst euch!

Das sind nur ein paar  der zahlreichen Anti-Nazi-Sprüche, die man auf diversen Gegendemonstrationen zu hören bekommt. Erst letzte Woche gab es vor dem Brandenburger Tor eine Demonstration der Neonazis, an der auch Udo Voigt, der von 1996 bis 2011 Parteivorsitzender der vom Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften NPD teilgenommen hat. Seit 2014 ist Voigt Mitglied des Europäischen Parlaments, ein beschämendes Zeugnis.

Etwa 40 Faschisten sammelten sich am U-Bahn Ausgang vor dem Brandenburger Tor, abgeschirmt durch grosse Polizeiautos und von den Gegendemonstranten. Sie liessen ihrer Menschenfeindlichkeit freien lauf und fühlten sich wie die letzte Bastion der deutschen Herrenrasse. Zumindest waren einige der Neonazis wie aus dem Reagenzglas der Hitler-Ideologie entsprungen. Gross, blond und athletisch- also all das was Adolf Hitler nie war. Eventuell erklärt seine kleine Grösse und sein recht bescheidenes aussehen seinen Fetisch für dieses übertriebene Idealbild des Mannes, was er zu Lebzeiten immer weiter entfachte 🙂

Ich bin grundsätzlich der Auffassung, das man sich vor kleinen hässlichen Männern in Acht nehmen sollte. Sie sind wahre Komplexbomben, egal welcher Couleur sie angehören.

Ein ziemlich junger Nazi fiel mir ins Auge und irgendwie verspürte ich Mitleid mit ihm. So jung und so verblendet. Eigentlich sah er genau so aus wie der nette Junge von nebenan.

Als ich am darauffolgenden Tag im Kaufhof am Alexanderplatz meinen Erledigungen nachging traf mich der Schlag. Nach anfänglichem zögern, erkannte ich ihn. Den Nazi vom Vortag, an der Kasse. Wir blickten uns an und uns beiden war klar…. „Er/Sie ist es“… Verlegen blickte er weg und war sichtlich aufgeregt. Ich war etwas überrascht.

Der Nazi, der gestern für seine faschistischen Gedanken demonstrierte war nun inmitten der Mehrheitsgesellschaft, im Konsumtempel, ein Angestellter. Da wurde mir schlagartig klar, sie sind überall. Nett aussehende, normale Bürger, die im Alltag nicht sonderlich auffallen aber einer gefährlichen Ideologie angehören.

Ich habe seine Angespanntheit beobachtet und konnte nur müde lächeln. Am Ende habe ich meine Ware bezahlt und bin gegangen- mit einem unguten Gefühl in der Magengegend.

Eure Lina.

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