Sie verseuchen Uns

20 Jan

Es gibt unzählige Unternehmen die mit chemikalien Handeln. Deren Namen sind leider kaum bekannt oder geläufig. Sie beherrschen die Produktionsmärkte und machen lukrative Geschäfte. Beispielsweise die Firma Monsanto, die ein wichtiger Lieferant des mit Dioxinen kontaminierten Herbizids „Agent Orange“, das zur Entlaubung von Wäldern und Nutzpflanzen eingesetzt wurde. Die Folgen waren erhebliche irreversible gesundheitliche Schädigungen bei der Bevölkerung in den ehemaligen Einsatzgebieten und den kriegsführenden US-Soldaten. Viele Soldaten erkrankten an Krebs, die vietnamesische Bevölkerung litt besonders stark in der folge Generation an Gendeffekten und Missbildungen bei Föten und einem überproportionalen Anteil an Pflegefällen.

Aber wer kennt schon die Namen der Firmen? Kaum einer. Ich möchte euch im Folgenden mit einer weiteren menschenfeindliche Firma bekannt machen.

Syngenta ist einer der grössten Konzerne im weltweiten Agrargeschäft und weltweit der erste, der sich ausschliesslich auf diesen Wirtschaftssektor konzentriert. Das Unternehmen ist in der Sparte Pflanzenschutz (Syngenta Crop Protection) Marktführer und in der Sparte „kommerzielles Saatgut“ (Syngenta Seeds) auf Platz drei. Der grösste Konkurrent ist Monsanto. Der Umsatz 2010 betrug 11,6 Milliarden US-Dollar. Syngenta beschäftigt derzeit über 26’000 Mitarbeiter in über 90 Ländern.

Quelle:Wikipedia

In Kürze

Der Sensemann der Landwirtschaft: Der weltgrösste Agrochemie-Produzent Syngenta mit Sitz in der Schweiz vertreibt zahlreiche hochgiftige Produkte, die Mensch und Umwelt schädigen. Tausende von Bauern – die meisten davon im armen Süden – sind bereits beim Einsatz der Produkte gestorben, abertausende trugen schwere Vergiftungen davon. Syngenta vermarktet trotz Verbot in Europa sein Herbizid Paraquat weiterhin aggressiv im Süden. Der Konzern führt zudem Schmierkampagnen gegen einen kritischen Wissenschaftler und versuchte gar, ihn mundtot zu kaufen. Das Syngenta-Pestizid Atrazin hat 90 % des Wassers im mittleren Westen der USA vergiftet.

Unternehmensinfo

Hauptsitz: Basel. Schweiz 

Branche: Argrochemie

Umsatz/Gewinn: 11,64 Mrd $ (2010) / 1,4 Mrd. $

In Besitz von: börsenkotiert     

Mitarbeitende: 26’000

CEO: Michael Mack

Website: www.syngenta.com

Unverantwortliches Konzernverhalten

Syngenta produziert hochtoxische Produkte, die Menschen und Umwelt vergiften. Syngentas Produkte-Flaggschiff Paraquat (Handelsname Gramoxone) ist das in den letzten 50 Jahren am meisten verkaufte hochgiftige Herbizid. Syngentas Lobbying ist ausgesprochen aggressiv: Als die US-Umweltbehörde das in Europa verbotene Herbizid Atrazin verbieten wollte, arrangierte der Konzern 50 Sitzungen mit Behördenmitgliedern hinter verschlossenen Türen und verhinderte so ein Verbot. Ausserdem fällt Syngenta durch besonders offensive Schmierkampagnen auf. So versuchte Syngenta beispielsweise, einen Wissenschaftler mundtot zu kaufen, sein Forschungsbudget anzugreifen, den akademischen Ruf zu schädigen und wählte schliesslich den klassischen Weg der bezahlten Gegenstudien.

Folgen

Im globalen Süden haben tausende Menschen beim Einsatz von Paraquat ihr Leben verloren. Ein Bauer starb beispielsweise nicht einmal vier Stunden nachdem er Paraquat mit einem undichten Behälter verspritzt hat. Viele starben wegen unbeabsichtigtem Kontakt mit dem Herbizid. Abertausende leiden unter akuten und chronischen Vergiftungserscheinungen vom gelegentlichen Gebrauch. Die Einnahme von weniger als einem Teelöffel Paraquat ist tödlich, es gibt kein Gegengift.  Ein anderes Herbizid, Atrazin, hat mehr als 90 Prozent des Wassers im mittleren Westen der USA verseucht und steht mit steigenden Krebs- und Hormon-Erkrankungen in der Region im Zusammenhang.

Aktueller Stand und Forderungen an das Unternehmen

Syngenta muss den Verkauf von Paraquat stoppen und zwar zuerst in Entwicklungsländern wo die Todes- und Vergiftungsfälle besonders zahlreich sind.  In den USA muss Syngenta damit aufhören, die Untersuchung der Auswirkungen von Atrazin zu sabotieren und sich einem fairen Zulassungs-Prozess der Umweltbehörden stellen.

Quelle:Publiceye.ch

Was sind die Public Eye Awards?

Die Public Eye Awards (vormals Public Eye on Davos) setzen einen kritischen Kontrapunkt zum Jahrestreffen des World Economic Forums (WEF) in Davos. Organisiert seit dem Jahr 2000 durch die Erklärung von Bern und Pro Natura (seit 2009 anstelle mit Greenpeace) zeigen die Public Eye Awards den Akteuren der Weltwirtschaft, dass Menschen und Umwelt verachtende Geschäftspraktiken Konsequenzen haben – primär für die davon Betroffenen, aber auch für das Firmenimage.

Ob ausbeuterische Arbeitsbedingungen, Umweltsünden, absichtliche Fehlinformation oder Nichteinhalten der Unternehmensverantwortung: Im Vorfeld des World Economic Forums im Januar 2012 werden die übelsten Unternehmen des Jahres auf einer Shortlist öffentlich angeprangert. Diese Firmen spüren den Druck der Zivilgesellschaft: Unsere „renommierten“ Schmähpreise stellen die Konzernskandale in internationales Scheinwerferlicht und helfen so NGO-Kampagnen auf der ganzen Welt zu mehr Gehör. Dieses Jahr werden wir den GLOBAL-Award (gewählt von einer internen Fachjury) verleihen, der PEOPLE’S AWARD wird von Online-Aktivisten aus der ganzen Welt vergeben.

Eure Lina.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: