Leid und Elend

9 Jan

Leid und Elend hören nie auf zu existieren. Manchmal möchte man einfach nichts sehen oder hören. Wir wollen ignorieren, nicht mehr wahrnehmen und abschalten. Aber nur weil wir es ignorieren, hören die Grausamkeiten nicht auf. Wir müssen darüber reden, andere informieren und zur passenden Zeit handeln und aktiv werden.

Damit meine ich weniger in einer großen schaafsähnlichen Masse auf Demos zu spazieren und einen Banner in der Hand zu halten. Das habe ich zu oft getan, am Ende hatte ich nur ein gutes Gefühl, etwas getan zu haben. Die realen Auswirkungen hielten sich in Grenzen.

In Jericho wurden kurz vor dem Wochenende vier Wohnungen von palästinensischen Familien einfach zerstört. Die Begründung spare ich mir, denn sie ist absolut irrelevant. Wer den Wohnraum von Menschen eiskalt und kaltblütig abreißen lässt und das auch noch gezielt und konsequent, der braucht keine Argumente. Denn die Handlung rechtfertigt sich, weil der Starke selbstgerecht handelt. Aber was bedeutet diese für diese Menschen? Sie haben keinen Rückzugsort mehr. Ihr müsst euch dies vor Augen halten. Sie haben keine Küche mehr, kein Bett, keine Sanitäreinrichtungen. Alles ist weg und nun sollen sie leben. Aber wie?

Die israelische Regierung von Netanjahu erhöht indes den Militäretat auf etwa 613 Millionen Euro.

Eine etwas aus dem Kontext fallen Information hätte ich da noch. Wusstet ihr eigentlich dass Netanjahu in den USA aufgewachsen ist und der Sohn des Privatsekretärs vom Mussolini nacheifernden Zionistenführers Vladimir Jabotanski ist? Wohl eher nicht.

Nun habe ich eben auch die Meldung gelesen, dass in Tschetschenien sieben Menschen getötet worden sind. Sieben Menschen die nicht mehr leben. Sieben Familien, die trauern werden und sich den wehklagen ergeben werden. Für uns ist die 7 eine Zahl von vielen. Man packt einfach den Begriff ‚Anti-Terror’ davor und hält dies für selbsterklärend. So einfach ist es nicht. So einfach mache ich es den Medien, den Politiker, den Strategen und den politischen Strippenziehern nicht!

Leid und Elend sind aus den Schlagzeilen nicht weg zu denken. Immer allgegenwärtig und ein Teil des Lebens. Mit diesem Beitrag möchte ich nur eine kleine Information weitertragen.

Eure Lina.

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