Wir sterben, um zu Leben

19 Dez
(http://2.bp.blogspot.com/_XvmABXYNrpc/TO2GPZ1LM6I/AAAAAAAAACo/0VqHdfEf4gg/s1600/quadratisches-leben2.jpg)

In den letzten Tagen sind zwei sehr bekannte politische Figuren verstorben. Der ehemalige tschechische Präsident und Dissident Vaclav Havel (75) und der nordkoreanische Diktator Kim Jong Il (69).
Zwei Persönlichkeiten, die nicht unterschiedlicher sein können. Havel hatte jahrelang gegen das kommunistische Regime in seinem Land gekämpft und musste in folge dessen lange Gefängnisstrafen absitzen. Durch diese er auch mit den Jahren an einer chronischen Atemwegserkrankung litt. Er galt für viele als Held und Kämpfer für Freiheit.

„Havel war während der kommunistischen Ära in der Tschechoslowakei (1948-1989) die Schlüsselfigur im gewaltlosen Kampf gegen das Regime. Im Wendejahr 1989 wurde Havel zur Symbolfigur des demokratischen Aufbruchs. Von 1989 bis 1993 war er Präsident der damaligen Tschechoslowakei, anschließend bis 2003 Staatsoberhaupt der neu gegründeten Tschechischen Republik.“ (Fr-online)

Kim Jong Il verstarb laut Medienberichten am Samstag an einem Herzinfarkt. Nordkorea wurde nach dem 11. September von US-Präsident George W. Bush zur „Achse des Bösen“ gezählt. So erlangten Kim Jong Il und sein Nordkorea größerer Publicity als zuvor.

„Kim Jong Il hatte 1994 die Macht in dem abgeschotteten kommunistischen Staat von seinem Vater, Staatsgründer Kim Il Sung, übernommen. Er hatte wie sein Vater einen Personenkult um sich aufgebaut. Kim Jong Il galt seit Längerem als gesundheitlich angeschlagen. Im Jahr 2008 hatte er einen Hirnschlag erlitten. In der Folge hatte Kim seinen 1983 oder 1984 geborenen Sohn Kim Jong Un offenbar systematisch zum Nachfolger aufgebaut. Kim Jong Un hatte wichtige Posten in der Kommunistischen Partei erhalten und offizielle Termine wahrgenommen.“ (Zeit)

Auch in Ägypten greift der Tod um sich. Tausende junger Ägypter gehen auf die Straßen und protestieren gegen die Militärregierung. Bilder wie diese schüren wieder die Ablehnung gegen Staat und Militär.

                                                                           (the Guardian)

Doch wie gerechtfertigt ist der Widerstand in Ägypten? Darüber scheiden sich die Geister. Viele Spekulationen schwirren in der Luft. Ich persönlich halte die kritische Haltung der Oppositionellen für äußerst plausibel. Dennoch ist es auch logisch, dass sich ausländische Kräfte einmischen und die Gunst der Stunde nutzen, um das Chaos zu verstärken. Denn ein Ägypten, was nicht zur Ruhe kommt und mit seinen inneren Problemen beschäftigt ist, kümmert sich nicht um die große Politik im Umland.

Und was gibt es aus Israel zu berichten?

Es sollen über 1.000 neue Wohnungen im Westjordanland und in Ost-Jerusalem gebaut werden. 500 der Wohnungen sollen in Har Homa im Süden Jerusalems entstehen, 348 in der Siedlung Beitar Ilit und 180 in Givat Zeew zwischen Jerusalem und Ramallah.
Und ist das alles rechtens? Nein, ganz gewiss nicht. Aber in Israel herrschen andere Gesetze, ganz spezielle, die den Landraub für legitim erklären und den palästinensischen Protest als „Friedensunwillig“ deklarieren.

Die größte Gefahr für Israel sind nicht die demoralisierten Palästinenser. Ein immenses Gefahrenpotential bergen vielmehr die radikalen Siedler, die sich in Israel und den besetzten Gebieten  wie gesetzlose Vandalen verhalten. Erst kürzlich wurde eine Moschee in Jerusalem geschändet und mit abscheulichen Parolen beschmiert. So lange die israelische Regierung diesen Terrorgruppen nicht Einhalt gebietet, werden sie mit ihrem rechtlosen Verhalten, das Leben der Palästinenser zur Hölle machen und den israelischen Staat von innen zerstören.

Manchmal muss etwas absterben, damit neues Leben entstehen kann. Dies gilt sowohl für Menschen, als auch für Systeme. Erst durch ein Ende, ist der Beginn für etwas neues möglich.

Eure Lina.

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Eine Antwort to “Wir sterben, um zu Leben”

  1. Abu San :) Dezember 19, 2011 um 09:55 #

    Sehr schöne zusammenfassung, wird weiterempfohlen.

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