Schlagzeilen vom 09.09.2011

9 Sep
Drohungen gegen Israel
* Erdogan will Kriegsschiffe für Gaza-Flotte schicken
Der Streit über die Gaza-Hilfsflotte verschärft sich. Künftig sollen Kriegsschiffe der Türkei die Lieferungen eskortieren, kündigt Ministerpräsident Erdogan an, und riskiert damit eine weitere Eskalation. Israel droht er mit einer  „angemessenen“ Antwort, sollte das Land wieder einen Angriff starten.
(Spiegel Online)
* Erdogans Ehre
Lässt sich der Konflikt einfach aussitzen?
(derStandard) Ein Kommentar
* Erdoğan will Gaza-Hilfslieferungen von Kriegsschiffen sichern lassen 
Der türkisch-israelische Streit um Hilfslieferungen für den
Gaza-Streifen verschärft sich. Künftig sollen Kriegsschiffe die türkischen
Lieferungen eskortieren.
(Zeit)
* Die neue Front in Nahost
Verletzter Stolz, keine Vernunft: Israel und die Türkei
zerstören ihre einst gute Beziehung. Schuld am Zerwürfnis wegen Gaza haben beide
Seiten.
(Zeit) Ein Kommentar
* Turkish warships will escort Gaza aid vessels, pledges Turkish PM
Erdogan makes pledge as Israeli-Turkish relations plummet following UN report into last year’s Gaza flotilla raid
(Guardian)
* Turkey must restore ties with Israel if it wants Mideast influence
Turkish political system engulfed in polemic dispute over fallout from Palmer Report.
(Haaretz)
* Haaretz Netanyahu hükümetine sert çıktı
(Zaman) Ein Kommentar

Im aktuellen politischen Streit zwischen Israel und der Türkei stehen alle Zeichen auf Konfrontation. In Anbetracht der Tatsachen ist dies nicht weiter verwunderlich. Seit dem Angriff auf die internationale Gazahilfs-Flotilla, der den Tod von 9 türkischen Aktivisten durch eine Spezialeinheit des israelischen Militärs zur Folge hatte, stehen die politischen Beziehungen unter Strom. Fest steht, dass sich Netanjahu weigert eine offizielle Entschuldigung auszusprechen, was die Folge haette, dass Israel den Hinterbliebenen eine Entschädigung zahlen müsste und eingestehen würde, dass die Aktion auf internationalem Gewässer unrechtmässig war. Ein Prestigeverlust.

Auf der anderen Seite, sieht sich die Türkei als Opfer der israelischen Politik. Erdoğan versucht seit dem Vorfall mit allen Mitteln eine offizielle Entschuldigung durchzusetzen. Militaermanöver wurden abgesagt, der israelische Botschafter ausgewiesen, Investitionen auf Eis gelegt und die Solidarität mit den Palästinensern öffentlich beschwören. Mag sein, dass er dies als Privatperson auch so meint. Dennoch müssen wir uns auf die möglichen realpolitischen Auswirkungen fokussieren.

Der Nahen Osten wird ordentlich aufgewirbelt. Obamas Wahlspruch „Its time for Change“ scheint sich besonders in dieser Region zu prophezeien. Es verändert sich so einiges. Auch die Beziehungen der einst solidarischen Nato-Mitglieder. Beide könnten Verluste einbüßen. Israel wohl noch mehr als die Türkei. Diese Tatsache sollte ein lang ersehntes politisches Umschwenken innerhalb der israelischen Aussenpolitik in Gang setzen. Wie in den Kommentaren und Artikeln erwähnt, muss es zu einer politischen Lösung kommen, bevor es eskaliert. Wie ein bockiges Kind, das seinen Fehler nicht einsieht versucht die israelische Regierung den Zwist auszusitzen. Dadurch gelangt man aber zu keiner Problemlösung. Schlimmer noch, es eskaliert stetig.

Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung. Hoffen wir, dass kein Krieg folgen wird. Denn Kriege haben schon immer vor politischen Misserfolgen und Problemen abgelenkt.

Eure Lina.

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