Wenn die Macht schwindet

4 Sep

(Foto Quelle: http://www.n24.de/news/newsitem_5364595.html)

Viele Menschen, die an der Macht sind und Gewalt über andere Menschen ausüben, verschwenden höchst wahrscheinlich kaum einen Gedanken daran, dass diese Macht schwinden könnte. Denn jeder von uns kennt, das Gefühl der unendlichen Zufriedenheit, wenn alles einwandfrei läuft. Genauso wie man es sich wünscht. Wenn man alles bekommt, was man möchte. Sich wunschlos glücklich fühlt. Dass man alles verlieren könnte, kommt einem in solchen Momenten nicht in den Gedanken.

So ergeht es auch mächtigen Menschen, die alles haben (können). Denn, wenn wir an Macht denken ist der Machtmissbrauch nicht weit weg. Er dient u.a. dazu sich Vorteile zu verschaffen, Gegner/Kritiker mundtot zu machen und seine eigenen Bedürfnisse aus zu leben. Eine ganz gute sozialpolitische Definition des Begriffs lautet folgendermassen:

„Machtmissbrauch liegt allgemein dann vor, wenn jemand den Lebens-, Handlungs-
und Denkspielraum eines/einer anderen so einengt oder verändert, dass er oder
sie sich wider Willen und ohne Möglichkeit zur Gegenwehr fügen muss. Genauer
geht es darum, dass 1. die Ressourcenverteilungsregeln so festgelegt werden,
dass die einen Menschen ihre biologischen, psychischen und sozialen Bedürfnisse
nicht befriedigen können, dieweil andere Menschen sich mit Luxusgütern
eindecken, 2. wenn die sozialen Anordnungsregeln sozioökonomische Ausbeutung,
kulturelle Kolonisierung, psychische wie technische Manipulation ermöglichen, 3.
wenn Rechtsbiegung, Rechtswillkür und -missachtung durch staatliche
Einrichtungen betrieben werden und schließlich 4. wenn in interpersonellen
Beziehungen (außerhalb des staatlichen Gewaltmonopols) physische Gewalt in
irgendeiner Form angewendet wird.
Machtmissbrauch macht es notwendig, als
Korrektiv den positiven Umgang mit Macht, u.a. als Erweiterung oder legitime
Begrenzung von Handlungsspielräumen, ebenfalls zu definieren.“
(Quelle)

In letzter Zeit sind erneut einige mächtige Persönlichkeiten gefallen. Niemand hätte es für möglich gehalten, dass diese Leute auf so schmachvolle weise an Macht einbüßen würden. Doch erneut hat uns das Schicksal eines besseren belehrt. Nichts besteht ewig, niemand hat die Macht für immer inne. Jeder mächtige Herrscher/Diktator/Staatsmann muss irgendwann gehen. Auch wenn er, dank der Fülle an Macht, glaubt unbesiegbar oder unersetzlich zu sein. Der Tag seines Niedergangs steht fest. Nur der Zeitpunkt ist ungewiss.

Deshalb sollten sich Menschen, die andere unterjochen, beherrschen oder dominieren niemals davon ausgehen, dass dieser Zustand ewig fortbestehen wird. Die göttliche Gerechtigkeit/ das Karma/ Schicksal schlägt genau dann zu, wenn man es am wenigsten erwartet. Denn Ungerechtigkeit wird gesühnt, auch wenn es Zeit in Anspruch nimmt. Dies kann Wochen, Monate, Jahre aber auch Jahrzehnte dauern. Wer geduldig und konsequent ist, wird belohnt. Auch Gaddafi hätte letztes Jahr niemals geahnt, dass er jetzt zu einem Flüchtling in seinem eigenen Land werden würde. Ohne seine Krankenschwestern, weibliche Leibgarde und sein geliebtes Zelt.

Eure Lina.

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