Prioritäten setzen

2 Aug

Wenn der Ramadan (neunter Monat des islamischen Mondkalenders und Fastenmonat) beginnt, verändert sich die Wahrnehmung für einige Dinge. Ob bewusst oder unbewusst, die Spiritualität hält Einzug in Körper und Geist. Dies hat wohl größtenteils damit zu tun, dass dem Körper jeglicher Genuß untersagt wird- von morgens bis abends. So macht sich jeder Mensch Gedanken, sei es ums Hungergefühl, den abendlichen Speiseplan oder um die Vereinbarkeit von Job und Fasten. Durch eine sehr aufschlussreiche Unterhaltung kam ich zu meinem eigentlichen Thema- der Endlichkeit des Lebens.

In der Regel, wird uns die Endlichkeit des Lebens erst dann bewusst, wenn ein geliebter/bekannter Mensch uns verlässt. Dann spüren wir den Schmerz und die Leere, die dieser Mensch mit seinem Verschwinden hinterlässt. Und nun stellt sich die Frage warum ist unsere Liebe für das endliche so unfassbar groß?
Ich weiss, auf den ersten Blick eine sehr gewagte Frage. Aber ich muss hier klarstellen, dass es mir nicht darum geht, dass Menschen sich nicht mehr lieben sollen. Natürliche sollte zwischenmenschliche Liebe ein wichtiger Bestandteil des sozialen Miteinanders darstellen.

Doch warum bekommt Gott so wenig Liebe von uns? Warum nehmen wir Seine Liebe als so selbstverständlich wahr? Weshalb zerbrechen wir an Liebeskummer zu einem anderen Menschen und investieren nicht die Liebe in Gott?

Die Liebe zu Gott sollte in einer anderen Dimension ablaufen. Denn diese Liebe und Zuneigung sollte nicht vermenschlicht werden. Gott ist nichts was man sehen, fassen oder verbildlichen kann. ER ist omnipräsent. IHN zu fassen ist nicht möglich. So ist es auch um einiges komplizierter IHM die Liebe entgegen zu bringen, die man in sich trägt. Es ist eine große Herausforderung. In unserem täglichen Leben, sollten wir IHM die Liebe zu Teil werden lassen. ER sollte unser ständiger Begleiter sein, denn wir haben niemanden außer IHM, der uns in der entscheidenden Stunde zur Hilfe eilen kann. Niemand anderer wird in der Lage sein, dich am Tag des jüngsten Gerichts schützen zu können. So sollten wir unseren Begleiter wohl bedacht aussuchen und IHM unsere Liebe schenken. Denn ER tut so viel für uns. Und wieviel tuen wir für IHN?

Eure Lina.

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2 Antworten to “Prioritäten setzen”

  1. rke August 2, 2011 um 15:06 #

    „Die Geschichte der LIEBE musst du von der LIEBE selbst hören. Denn wie ein Spiegel ist sie stumm und sprechend zugleich.“ (Rumi)

  2. Akif Sahin August 4, 2011 um 20:40 #

    Wunderschön! Danke für diesen Eintrag…

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