Lange ist’s her…

20 Mai

Es ist wahrlich lange her, dass ich einen Beitrag verfasst habe. Doch für alles gibt es eine plausible Erklärung. So auch hierfür. Das Leben verläuft nicht immer linear und ohne Komplikationen. Manchmal bewegen wir uns, unweigerlich in einem zick-zack-Muster. Hoch- und Tiefphasen lösen sich ab und wir selber wirken oft mals wie ein Protagonist in einem fremden Film. Wir sind auf der Suche nach einem neuen Halt, Aufgaben, Perspektiven und einem neuen Fixpunkt im Leben. Wenn wir langsam im Begriff sind, diese Neuorientierung abgeschlossen zu haben, dann können wir beginnen uns auf den Alltag und die Routine einzulassen.

So werde ich wohl auch beginnen, meine besonders schlauen und noch nie dagewesenen Erkenntnise in diesem fullminanten Blog zu präsentieren.

In den letzten Wochen sind viele Dinge passiert. Das böse Schreckgespenst Bin Laden wurde nach islamischem Ritus im Meer ‚versenkt‘ und Merkel hat es sehr gefreut. Die Sympathiewerte für Obama schellten dadurch in die Höhe. So sollte es auch sein. Wozu sonst werden ‚Geister‘ symbolisch hingerichtet. Nun denn. Des weiteren wurde Gaddafi von seinen besten Freunden aus Europa offiziell ausgeschlossen. Das ganze wurde mit einem schönen Militärschlag der Nato gegen das lybische Volk zelebriert und wird wohl in die Geschichtsbücher eingehen. Wenn man den äußerst seriösen Schlagzeilen der Leitmedien glauben mag, wollten die Lybier es selbst. Sie haben die Nato ‚angefleht‘ ihnen zu helfen. Hmm, klingt plausibel. Da kann die Nato natürlich nichts dagegen machen. Sie wollten es so. Klingt wie eine drittklassige Ausrede? Möglich.

Allgemein scheint es ein Aufbegehren im Nahen Osten zu geben. Alles begann in Tunesien, mit den Selbstmorden von perspektivlosen Akademikern. Der Funke des revolutionären Geistes sprang über nach Ägypten, wo das Paradebeispiel für einen Diktator aus dem 20. Jahrhundert von seinem Thron gestoßen wurde. Die gesamte ägyptische Gesellschaft fand sich auf dem Tahrir Platz wieder. Momentan herrscht dort das Militär aber bald gibt es ja Wahlen. Dann schauen wir weiter. Naja, dann begannen die Proteste in Syrien und Bahrain. In Syrien herrscht die Asad-Familie, die sich ungern die Butter vom Brot nehmen lassen möchte. Die Antwort auf die Proteste ist scharfe Munition. Zwar hat jede Revolution und jeder Umbruch seine Opfer. Aber wieviele Opfer braucht ein Aufstand? Und wann ist es genug?

Bahrain sträubt sich dagegen, dass es Proteste im eigenen Land gibt. Bei den anderen ist es ok, aber im eigenen Land ein No-Go. Dementsprechend ist die Berichterstattung von Al-Jazeera auch recht einseitig oder gar nicht vorhanden. Der ‚Dreck‘ vor der eigenen Haustür sollte nicht publik gemacht werden. Das saudische Truppen dann einmarschieren und um sich schießen ist dann auch legitim und kaum einen Aufschrei wert. Denn dafür gibt es Gaddafi, das Botoxmonster.

So sieht die arabische Revolution aus. Zumindest kurz zusammengefasst. Ich bin gespannt, wie sich das ganze entwickeln wird und wie eine Neuordung aussehen könnte. Dazu äußere ich mich in meinem nächsten Beitrag. Eine interessante und kontroversen auslösende ’neue‘ Nahostkarte wird ebenfalls mit von der Partie sein. Seid gespannt.

Eure Lina.

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