Keep my privacy

21 Dez

Wie weit gehen wir, wenn wir unsere nächsten aushorchen und kontrollieren? Wenn wir in ihre Privatsphäre eindringen und uns ihrer Geheimnisse mächtig machen? Wenn wir ihre Gespräche belauschen, ihre Gedanken verinnerlichen und sie letztendlich im dunklen tappen lassen? Wann darf man sich von außen in das Leben von anderen einmischen und eingreifen? Darf man es überhaupt? Und wieso empfinden wir soviel Genugtuung, wenn wir uns einmischen? Dieser Moment, indem wir uns überlegen fühlen, auf unseren Gegenüber herabschauen und ihn für klein und unbedeutend halten. Seine Schwächen erkennen und eventuell unsere Schwächen in ihm wieder erkennen.

Diese Kontrollsucht, ist auch im Staatswesen sehr gefährlich. Wenn der Staat, ein künstliches Gebilde aus kompliziertem Regelwerk und diversen Kleingruppen sich die absolute Erlaubnis erteilt, seine Mitbürger zu bespitzeln, auszuhorchen, kontrollieren und diese enorme Menge an Daten zu speichern, wird es gefährlich. Die Obrigkeit oder besser gesagt, der Staat darf zu keinem Zeitpunkt eine grundsätzliche Macht über die Privatsphäre seiner Mitbürger erhalten. Die Gefahr, des Missbrauchs ist zu hoch und zu wahrscheinlich. Auch in der Staatsform der ‚Demokratie’ kristallisieren sich immer häufiger Schwachstellen heraus. Dissidenten in nicht-europäischen Ländern, werden in Westeuropa/ Amerika gerne bejubelt und als einzigartige Freiheitshelden geadelt. Sie werden mit Preisen und Ehrungen überhäuft. Dies dient i.d.R. dazu, den jeweiligen Staat von innen zu schwächen und ist eine geschickte Außenpolitische Methodik in der internationalen Politik. Die USA haben dies in den 60er und 70er Jahren in diversen Lateinamerikanischen Staaten durchgeführt und Marionettenregierungen an die Macht geputscht. Auch bei der China- und Iranpolitik wird die Unterstützung von innerstaatlichen Oppositionellen systematisch genutzt.

Doch kommen wir zurück zum Thema. Auch die Bürger Europas sollten sich etwas intensiver mit der immer stärkeren Kontrollsucht ihrer Staaten auseinandersetzen. Die schleichende Aushebelung von fundamentalen Grundrechten vollzieht sich seit etwa 10 Jahren. Immer stärker werden die Bürger überwacht, kontrolliert und unter generalverdacht gestellt. Manchmal gibt es sogar stimmen, die das Grundgesetzt aushebeln möchten. Die Vorwände hierfür, sind uns alle bekannt. Beginnt mit T und endet mit Error. Und genau das scheint es wohl zu sein. Ein einziger großer Fehler, der unser Leben zu lähmen scheint. Eine Lösung kenne ich nicht. Das einzige was ich euch raten kann ist, nicht gleichgültig zu leben und alles hinzunehmen, was man euch als ’non plus ultra‘ verkauft. Benutzt euren Verstand und lasst euch nicht manipulieren. Schützt eure Privatsphäre!

Eure Lina.

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