Schlechte Männer und die Frau als Objekt

11 Nov

Die Erfolgsserie „Mad Men“ aus den USA läuft nun auch in Deutschland. Inhalt der Serie dreht sich um den Mittdreißiger Don Draper, der Creative Director bei der Werbeagentur Sterling Cooper ist und in der Pilotepisode einen größeren Tabaketat bei der Firma halten muss, während er gleichzeitig sein kompliziertes Liebesleben in den Griff zu bekommen versucht. Die Serie erzählt vom Berufsleben ihrer Figuren, wie von den sozialen Umgangsformen und den sexuellen Eskapaden in dieser Zeit. So weit, so gut. Der deutsche Fernsehsender, auf dem die Serie laufen soll wirbt mit folgendem Slogan: „Hinter jeder erfolgreichen Frau steht ein Mann, der ihr auf den Arsch glotzt.“ Ein absolut sexistischer und degradierender Slogan. Der Inhalt der Serie dreht sich um macho Männer und devote weibliche Angestellte. Die Frau wird zu einem Sexobjekt herabgestuft. Sie soll den Mann amüsieren und seine Sexualfantasie realisieren. Hautenge Kleider und Röcke, ein prall gefülltes Dekoltee und einen runden Hintern, den er bewundern kann.
Wir befinden uns nun im 21. Jahrhundert. Es wird darüber debattiert, dass die Emanzipation der 70er die Frauenrechte auf eine neue ebene gehievt hätte. Frauen dürfen überall arbeiten, brauchen nicht länger die Erlaubnis ihres Vaters oder Ehemanns ( war bis in die 70er Jahre im deutschen Gesetzt verankert, man glaubt es kaum) und darf auch Alleinerziehende Mutter sein, ohne direkt Gesellschaftlich geächtet zu werden. Und nun kommt diese Serien, mit alten Wertevorstellungen und nistet sich erneut in die Köpfe der Menschen. Diverse Frauenzeitschriften Titeln „ Die neue Weiblichkeit“ wäre nun en vogue. Auch die Designer sind entzückt und schwärmen von der neuen Definition der Frau als weibliches Wesen. Die Herbst-/Winterkollektion 2010/11 von Louis Vouiton hat sich ganz der Neudefinition gewidmet und präsentiert Kleidung im Stile der 50er. Die Frau als Frau. Ok, aber was soll diese ‚Neudefinition’ bedeuten? Einen Rückzug in die 50er, inklusive der Wertevorstellung? Frauen mit einem hohen Bildungsgrad und einem erfolgreichen Beruf haben es heutzutage schwer einen passenden Partner zu finden, der mit dem Erfolg seiner Partnerin klar kommt. Sollten sie alles über Board werfen und sich auf die Rolle der ‚süße’ und ‚unterlegenen’ Ehefrau/Geliebte festlegen oder gar sich nur noch darüber definieren? Auch unter Muslimen der neuen Generation wird es bald ein Aufeinandertreffen dieser erfolgreichen Frauen und Männer kommen. Ob sich muslimische Männer damit abfinden können, eine ebenso ambitionierte und zielstrebige Ehefrau an ihrer Seite dulden zu können ist die Frage. Ich bin gespannt und werde es im Auge behalten 😉

Eure Lina.

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